Unilever: Warren Buffett verzichtet auf feindliche Übernahme
Kein feindlicher Angriff auf Dove, Axe und Vaseline: Der US-Investor Warren Buffett hat erklärt, man habe den Konsumgüterkonzern Unilever nie gegen dessen Willen übernehmen wollen.
Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz hatte Unilever im Februar 2017 ein Übernahmeangebot über rund 143 Milliarden US-Dollar (damals rund 135 Milliarden Euro) unterbreitet. Größte Anteilseigner von Kraft Heinz sind Buffetts Holding Berkshire Hathaway und die Investmentgesellschaft 3G Capital.
Der britisch-niederländische Konzern lehnte das Angebot ab. Daraufhin zog Kraft Heinz es zurück. Gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC sagte Buffett, man sei davon ausgegangen, dass Unilever an einem Zusammenschluss interessiert sei. Als klar gewesen sei, dass das nicht zutreffe, habe man kein Interesse an einem feindlichen Übernahmeversuch gehabt.
Für die Beauty-Branche ist Unilever ein Schwergewicht. Zum Bereich Körperpflege gehören unter anderem Dove, Axe, Rexona, Signal, Vaseline und duschdas. Daneben ist der Konzern mit Haushaltsmarken wie Domestos, Cif und Coral sowie mit Lebensmitteln wie Knorr und Pfanni vertreten.
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt den Stand vom Februar 2017 wieder. Unilever hat sein Markenportfolio seitdem mehrfach verändert, unter anderem durch den Verkauf des Margarinegeschäfts (2018) und die Abspaltung des Eiscremegeschäfts (2025).