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Drogerie

Drogeriepreise im September 2026: Zahncreme 49,8 Prozent über 2020, Deospray 44,5 Prozent

Destatis-Preismonitor, Stand September 2026: Zahncreme, Deospray, Duschgel und Toilettenpapier im Vergleich zum Jahr 2020 – und was sich zum Vorjahresmonat verändert hat.

Weiße, unbeschriftete Zahnpastatube und Bambuszahnbürste liegen auf großen grünen Blättern
Weiße, unbeschriftete Zahnpastatube und Bambuszahnbürste auf großen grünen Blättern – Symbolbild. Foto: Karola G / Pexels, Lizenz; Bearbeitung: Zuschnitt durch die Redaktion.

Der Preismonitor des Statistischen Bundesamts zeigt vier Drogerieklassiker im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2020; im Jahresvergleich fallen die Verläufe auseinander. Stand: 24. Oktober 2026

Bei Zahncreme, Deo, Duschgel und Toilettenpapier liegen die Preise nach den Daten des Statistischen Bundesamts deutlich über dem Niveau von 2020. Zahncreme lag im September 2026 nach Angaben von Destatis 49,8 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2020, Deospray 44,5 Prozent, Toilettenpapier 37,7 Prozent und Duschgel 31,7 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahresmonat zeigt sich ein gemischtes Bild: Zahncreme wurde nach eigener Berechnung weiter teurer, die drei anderen Artikel lagen zuletzt etwas niedriger als im September 2025.

Was der Preismonitor misst

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht im Preismonitor die Preisentwicklung ausgewählter, häufig gekaufter Waren und Dienstleistungen. Die Grafiken zeigen laut Destatis, um wie viel Prozent die Preise im jeweiligen Monat höher oder niedriger liegen als im Jahresdurchschnitt 2020. Ein Wert von plus 49,8 Prozent bedeutet also: Das Preisniveau lag um 49,8 Prozent über dem Durchschnitt des Jahres 2020. Das ist keine Jahresteuerungsrate. Die Daten stammen aus der amtlichen Verbraucherpreisstatistik; die Seite nennt als Stand die Daten vom September 2026. Für Drogerieartikel weist Destatis in dem Preismonitor vier Reihen aus: Zahncreme, Duschgel, Toilettenpapier und Deospray.

Vier Drogerieartikel im Vergleich

Die folgende Tabelle gibt die von Destatis veröffentlichten Werte für September 2026 und den Vorjahresmonat wieder. Die Spalte zur Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Redaktion aus diesen beiden Werten berechnet; sie ist keine Veröffentlichung von Destatis.

Artikel September 2025 September 2026 Veränderung zum Vorjahresmonat (berechnet) Höchster Wert der Reihe seit Januar 2020
Zahncreme +45,3 % +49,8 % rund +3,1 % +49,8 % (August und September 2026)
Deospray +47,4 % +44,5 % rund −2,0 % +48,7 % (Juni 2026)
Toilettenpapier +39,5 % +37,7 % rund −1,3 % +43,3 % (Juni 2025)
Duschgel +32,2 % +31,7 % rund −0,4 % +35,4 % (Juni 2026)

Quelle: Statistisches Bundesamt, Preismonitor, Drogerieartikel (Abweichung vom Jahresdurchschnitt 2020, Daten vom September 2026), abgerufen am 24. Oktober 2026. Veränderung zum Vorjahresmonat: Berechnung der schmink.tv-Redaktion aus den gerundeten Werten, Abweichungen von bis zu etwa 0,1 Prozentpunkten sind möglich.

Was in den Reihen auffällt

Bei Zahncreme liegt der Wert im August und im September 2026 mit jeweils plus 49,8 Prozent am oberen Ende der Reihe, die Destatis ab Januar 2020 zeigt. Duschgel und Deospray hatten ihren Höchstwert im Juni 2026 erreicht und liegen seither niedriger; bei Duschgel sank der Wert von 33,5 Prozent im August auf 31,7 Prozent im September. Auch bei Toilettenpapier ging es im Monatsvergleich zurück, von plus 40,8 Prozent im August auf plus 37,7 Prozent im September. Deospray blieb zwischen August (plus 44,4 Prozent) und September (plus 44,5 Prozent) nahezu unverändert.

Zum Vergleich mit früheren Jahren: Im Dezember 2022 lagen die vier Reihen zwischen plus 18,1 Prozent (Duschgel) und plus 40,1 Prozent (Toilettenpapier). Ende 2024 waren es zwischen plus 25,5 Prozent (Duschgel) und plus 42,9 Prozent (Zahncreme). Das Preisniveau hat sich demnach bei den meisten dieser Artikel seit 2022 weiter nach oben bewegt, bei Toilettenpapier dagegen liegt er heute leicht unter dem Wert von Ende 2022.

Einordnung: Inflation im September 2026

Die Gesamtteuerung lag im September 2026 nach Angaben von Destatis bei plus 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, dem höchsten Wert seit Dezember 2023. Getrieben wurde sie laut Pressemitteilung vom 13. Oktober 2026 vor allem von Energie (plus 14,9 Prozent). Die Preise für Friseurdienstleistungen und andere Dienstleistungen der Körperpflege lagen demnach um 4,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Für Drogerieartikel nennt die Pressemitteilung keine eigenen Zahlen. Nach der obigen Berechnung liegen die vier Reihen im Jahresvergleich alle unter dieser Gesamtrate; die Maßstäbe sind aber nicht identisch, denn die Gesamtrate bezieht sich auf alle Waren und Dienstleistungen.

Was die Zahlen nicht sagen

Der Preismonitor stellt laut Destatis „beispielhaft“ ausgewählte Waren dar. Er sagt nichts über einzelne Marken, Händler, Packungsgrößen oder Aktionspreise aus, und er ersetzt keinen Preisvergleich am Einkaufstag. Auch ob sich ein einzelner Artikel in deiner Drogerie ähnlich entwickelt hat, lässt sich daraus nicht ablesen. Zudem weist Destatis auf der Seite darauf hin, dass die Themenseite Konjunkturindikatoren ab Kalenderwoche 43 des Jahres 2026 nicht mehr aktualisiert wird; die vollständigen Ergebnisse der Verbraucherpreisstatistik sind in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar.

Das solltest du wissen

Die Werte beschreiben das Preisniveau gegenüber dem Jahr 2020, nicht die Teuerung des letzten Jahres. Wer wissen will, wie sich die Preise zuletzt bewegt haben, schaut auf den Vorjahresvergleich: Hier war Zahncreme im September 2026 teurer als ein Jahr zuvor, Deospray, Toilettenpapier und Duschgel waren es nicht. Für den eigenen Einkauf zählen am Ende die Preise im Regal oder im Onlineshop am jeweiligen Tag, gegebenenfalls umgerechnet auf Preis pro 100 Milliliter oder pro Blatt. Dieser Beitrag ist keine Kaufempfehlung und macht keine Aussage über einzelne Hersteller oder Händler.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt: Preismonitor, Drogerieartikel (Daten vom September 2026), abgerufen am 24. Oktober 2026
  2. Statistisches Bundesamt: Preismonitor (Erläuterung der Messgröße, Stand der Daten und Hinweis zur Aktualisierung), abgerufen am 24. Oktober 2026
  3. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 364 vom 13. Oktober 2026, Inflationsrate im September 2026 bei +3,3 %, abgerufen am 24. Oktober 2026
  4. Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online, Tabellen der Verbraucherpreisstatistik (von Destatis im Preismonitor als Quelle der vollständigen Ergebnisse genannt)

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