schmink.tv – Dein Blog rund um Beauty und Style
Produkte

Mineralöl in Lippenpflege: Stiftung Warentest findet kritische Stoffe in jedem zweiten Stift

Frau mit rot geschminkten Lippen
Lippenpflege: Stiftung Warentest rät zu Produkten ohne Mineralöl – Symbolbild. (Bild: pixabay.com, CC0 – gemeinfrei)

Stiftung Warentest hat 35 Lippenpflegestifte untersucht. In 18 davon, also rund jedem zweiten, fanden die Tester kritische Mineralölbestandteile – auch bei bekannten Marken.

Gerade im Winter sind Lippen schnell spröde und rissig, Lippenpflege gehört für viele deshalb in jede Handtasche. Umso wichtiger ist, was im Stift steckt.

Kritisch sieht die Stiftung Warentest drei Gruppen von Kohlenwasserstoffen:

  • MOSH (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons, gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe): Sie können sich im Körper anreichern.
  • MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons, aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe): Einige dieser Verbindungen stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
  • POSH (Polyolefin Oligomeric Saturated Hydrocarbons): synthetische Verbindungen, die den MOSH ähneln.

Bei Lippenpflege ist das besonders relevant, weil ein Teil des Produkts beim Essen und Trinken verschluckt wird. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält die Aufnahme von MOAH über die Nahrung für potenziell bedenklich.

Die Tester empfehlen deshalb Produkte ohne Mineralöle. Naturkosmetik schnitt im Test überwiegend gut ab, weil sie auf Erdöl-Bestandteile verzichtet und stattdessen pflanzliche Öle und Wachse verwendet. Welche Produkte im Einzelnen betroffen sind, steht im Testbericht der Stiftung Warentest.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt den Stand vom Februar 2017 wieder. Stiftung Warentest hat Lippenpflegeprodukte seitdem erneut getestet; aktuelle Ergebnisse stehen auf test.de.

Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

↑